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A

Anfang
Der Hirsch stellt den Anfang menschlichen Ausdrucks im Bild dar. Er ist das erste, auf Höhlenwänden dargestellt Tier.
Attribut
Dem Hirschen werden Attribute zugeordnet wie Potenz, Kraft, Weisheit, Mut, Erfolg, Erneuerung, Beständigkeit,...und er selbst ist Attribut: Der Hirsch ist das Attribut des Heiligen Hubertus, des Heiligen Eustachius, Konrads von Piacenza, um nur die Wichtigsten zu nennen.

B

Baum des Lebens
Das Geweih des Hirschen wird bei Naturvölkern wegen seines zyklischen Wachstums als Baum des Lebens interpretiert.
Beständigkeit
Seitdem der Mensch sich in Bildern ausdrückt, ist der Hirsch eines der Hauptmotive. Aufgrund seiner Kulturgeschichte steht der Hirsch für Beständigkeit und die Erhaltung von Werten.
Bodenständigkeit
Hirsch steht für Heimat, Ursprung, für das Wesentliche.
Brunft
Zeit zwischen Oktober und November, in der der Hirschbulle laut röhrend, um die Gunst der Hirschkühe wirbt, um sich mit ihnen zu paaren. Es kann nur einen geben! (siehe Platzhirsch). Während der Brunft frisst der Hirschbulle nichts (siehe Enthaltsamkeit / Disziplin).
Bulle
Hirschbulle; männlicher, geschlechtsreifer Hirsch

C

Cervus
Lat. Hirsch
Christus
Schon seit dem Alten Testament gilt der Hirsch als direkte Christus- Identifikation; darüber hinaus bildlich dargestellt, zuerst in einem Hostienmodell im 4.Jrhd. in Karthago: „Ich bin das lebende Brot, das vom Himmel herab gekommen ist."

D

Disziplin
Der Hirsch steht für Disziplin. Er frisst während der 1-2 monatigen Brunft nichts, um sich vollends der Partnerinnensuche hinzugeben.
Durst
Der Ruf des durstigen Hirschen, in Psalm 42, bezeichnet die Sehnsucht nach Gott und/oder des Täuflings Seele.

E

Elch
groeßte Hirschart ( bis zu 3 m lang), die männlichen tragen Schaufel- oder Stangengeweihe
Elch
„...ich glaub mich knutscht ein Elch!" : Ausruf des verblüfften Erstaunens
Energie
Der Hirsch hat unerschöpfliche Energien; im Alten Testament läuft und läuft der Hirsch schnell und unermüdlich über die Balsamberge. Er ist jederzeit zum Kampf gegen das Böse bereit.
Enthaltsamkeit
1. Als Widersacher der Schlange widersteht er der Versuchung. 2.Ebenso ein Zeichen für Enthaltsamkeit: Der Hirsch frisst während der Brunftzeit 1-2 Monate nichts, um sich ganz der Brunft zu widmen.
Erbsünde
Der Hirsch ertränkt die Schlange (den Teufel) mit den Wassern des Lebens, was die Reinwaschung von der Erbsünde bedeutet.
Erlöser
Auch ein Sinnbild für den Erlöser ist der Hirsch (siehe Christus, Totenführer, Messias, Feind der Schlange...).
Erfolg
Der Hirsch steht für Erfolg. Er ist stark, mutig, schlau, und er setzt sich durch.
Erneuerung
der Hirsch als das Sinnbild für Erneuerung durch sein sich immer wieder erneuerndes Geweih.
Eucharistie
Hirsche, sich gegenüberstehend an Weintrauben knabbernd, sind ein Symbol für das Abendmahl.
Eustachius
Der Heilige Eustachius, Patron der Jäger (nicht ganz so bekannt wie Hubertus) begegnete ca. um 118 n. Chr. dem Hirschen mit leuchtendem Kreuz zwischen den Geweihstangen und wurde von ihm zu einem christlichen Leben bekehrt.

F

Feind der Schlange
Der Hirsch besiegt im Alten Testament die böse Schlange (den Teufel), indem er sie ertränkt und mit den Hufen zertrampelt.
Freiheit
Wenn der Hirsch in einen Stall eingesperrt wird hört sein Geweih sofort auf zu wachsen und er geht langsam zugrunde. Der Hirsch kann nur in Freiheit leben.
Friede
Sinnbild des Friedens - der Hirsch ist der Sieger über das Boese an sich.
Fortschritt
Durch die permanente Erneuerung des Geweihs ist der Hirsch Teil und Symbol von Entwicklung und fügt sich der Zukunft. Er lebt die Erneuerung und entwickelt sich weiter, wird weiser.

G

Gelsenkirchener Barock
Ausdruck des Bedürfnisses der Deutschen nach dem 2. Weltkrieg etwas Schönes zu besitzen. Die Wohnung sollte überbordend mit Symbolen für Reichtum, Heimat und Frieden geschmückt werden. So findet sich, als die Ikone des Gelsenkirschner Barocks, der röhrende Hirsch (Symbol für Heimat, Frieden und das Gute an sich) im Barock anmutenden Gipsrahmen in Gold schimmernder Farbe (Symbol für Reichtum). Die intensivste Ausprägung dieser Modeerscheinung fanden sich (finden sich immer noch) im Ruhrgebiet, besonders in Gelsenkirchen. Der Hirsch hing mit der Zeit in vielen Wohnzimmern und verkam somit zum Kitsch. Inzwischen ist eben dieser Hirsch wieder Kult und der hat nichts an Aktualität verloren, im Gegenteil, mehr denn je braucht der Mensch diese Verbildlichung des eigenen Erfolgs, des eigenen Traditionsbewußtseins, der Kraft und Bodenständigkeit.
Gesundheit
Der Hirsch bringt Glück, Gesundheit und Kraft.
Geweih
Das Geweih des Hirsches besteht aus Knochen, nicht aus Horn. Es bildet sich jedes Jahr neu im Frühjahr beginnt es zu wachsen bis es etwa im Oktober, zur Brunft seine vollständige Größe erreicht. Nach dem Winter, im Februar-März, wirft der Hirsch das Geweih ab, um im Frühling ein neues wachsen zu lassen. Bis heute ist nicht geklärt welche biologische Bedeutung das Geweih hat.
Glücksbringer
Der Hirsch ist der Glücksbringer an sich. Er verheißt alles Gute: Energie, Lebenskraft, Potenz, Erfolg, Gesundheit, Weisheit, Willenskraft, Mut,....
Gott
Bei einigen Naturvölkern wurde der Hirsch als Gott des Lebens, der Erneuerung und des Lichtes verehrt.
Göttlich
Der Hirsch hat die göttliche Kraft, er gilt als direkte Christus-Identifikation.
Gute
, das. Der Hirsch verkörpert das Gute an sich. Im Alten Testament kämpft und siegt er gegen das Böse, den Teufel....

H

Herakles
Herakles jagt für König Eurystheus die kyrenische Hinde (Hirsch) mit dem goldenen Geweih.
Hinde
altertümliches Wort für Hirsch
Hirsch
„...Du Hirsch....": liebevoller Ausdruck jemanden als Trottel zu bezeichnen.
Hirsche
, die lat. Cervidea, Familie der Paarhufer. Die männlichen Hirsche tragen (mit Ausnahme des Moschustiers und des Wasserrehs) sich jährlich erneuernde Geweihe. Beim Ren tragen auch die weiblichen Tiere Geweihe.
Höhle
Die erste Abbildung eines Hirsches findet man bei den Höhlenmalereien, 15.000 – 17.000 v.Chr..
Horn
indogermanisch Ker, daraus leitet sich das althochdeutsche Hirz ab was dann zu Hirsch wurde. Der Begriff Hirsch kommt von Horn was faktisch falsch ist, da es sich bei seinem Geweih nicht um Hörner, sondern um sich regenerierende Knochen handelt.
Hubertus
Der heilige Hubertus, Bischof von Lüttich, Patron der Jäger, begegnete ca. um 655 n. Chr. dem Hirschen mit leuchtendem Kreuz zwischen den Geweihstangen und wurde von ihm zu einem christlichen Leben bekehrt.

I

Idylle
Der Hirsch wird meistens in idyllischen Landschaften dargestellt. Dies vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit und Heimat.
Innovation
Der Hirsch steht für Innovation und Erneuerung wegen seines zyklischen Geweihwachstums.

J

Jule
Jule Baumeister malt den Hirsch im 21. Jahrhundert.

K

Kentaur
Der vom Kentauren verfolgt dargestellte Hirsch, bezeichnet die vom Teufel verfolgte Seele.
Kitsch
Seit dem Gelsenkirchener Barock gilt der röhrende Hirsch im Sofabild, als Kitsch; er wurde seit den 70er Jahren mehr und mehr aus den Wohnzimmern verbannt. Nun gewinnt er immer mehr an Kultcharakter.
König
das gekrönte Haupt; der König der Wälder; sein Geweih ist seine Krone Kraft: siehe Potenz.
Kraft
siehe Potenz.
Kuh
weiblicher Hirsch
Kult
1. Der Hirsch der Jule Baumeister hat Kultcharakter, da er universelle Urkraft im Zeitgeist transportiert. 2. Naturvölker betrieben Hirschkulte, Schamanen nutzten die Geweihstangen als Krone bei Ritualen.
Kultur
In jeder Kultur, auf jedem Kontinent, bis auf den arktischen, findet (fand) der Hirsch Verbreitung. Er taucht erstaunlicherweise in jeder Kultur als verehrenswerter, lebensspendender und göttlicher Bestandteil auf.

L

Lebenskraft
1. Der vor Kraft strotzende Hirsch, der immer wieder sein Geweih erneuert und wachsen lässt, symbolisiert die Lebenskraft. 2.Es heißt, die Energie, die Kraft des Hirsches lasse sich auf seinen Jäger übertragen indem er dessen frisches Blut tränke.
Lebensretter
Er rettet z.B. Karl den Großen und andere, des Weges unkundige Fürsten, in dem er sie sicher zum Ziel führt.
Lebensweg
1. Der Hirsch ist auch Symbol für den Lebensweg: Der junge Hirsch ohne Geweih erlernt Kraft und Weisheit, erlangt diese in der Blüte seiner Jahre. Mit großem Geweih ist er mächtig und stark; er altert, das Geweih wird kleiner, bis er keins mehr ausbildet. Er stirbt. Eine zyklische Erneuerung steht für ein Leben von Anfang bis Ende.
Licht(strahlen)
In der Mythologie der Naturvölker symbolisiert das Geweih des Hirschen Lichtstrahlen. Der Hirsch wird zum Erheller, zu dem, der Wärme gibt und Leben schenkt. Loewe: Der vom Loewen verfolgt dargestellte Hirsch bezeichnet die vom Teufel verfolgte Seele.
Loewe
Der vom Löwen verfolgt dargestellte Hirsch bezeichnet die vom Teufel verfolgte Seele.

M

Majestät
eure Majestät der Hirsch; majestätisch trägt sein Kopf stolz seine mächtige Krone
Mensch
Jäger und Verehrer des Hirschs
Messias
Der Hirsch wird aufgrund seiner natürlichen Erhabenheit, Kleinlichkeit als Messias-Identifizierung interpretiert.
Mut
Der Hirsch an sich ist der Inbegriff für Mut. Er ist der furchtlose Streiter, der sich jeder Gefahr stellt, schon im Alten Testament dem Teufel / dem Bösen an sich. Er stellt sich jedem Gegner im Kampf um sein Revier...
Mystifizierung
Der Hirsch unterliegt weltweit einer starken Mystifizierung, da überall und schon immer sein Geweih als göttliche Krone, Lichtstrahlen, transzendentale Strahlen..., gedeutet werden.

N

O

P

Platzhirsch
1.Es kann nur einen geben! Der Platzhirsch ist, meistens ein älterer, der stärkste, erotischste und potenteste Hirschbulle mit einer schönen und lauten Stimme, der eine ganze Hirschkuhherde in einem Jahr für sich gewinnt, um Familienvater zu werden. 2. Mann der glaubt, er sei der einzige Mann und zu allem Überfluss auch noch unwiderstehlich.
Populär
Der Hirsch erfreut sich wieder zunehmender Popularität, welche er seit Menschengedenken, aufgrund seiner positiven Attribute immer genoss. Der Begriff populär bedeutet: in der Bevölkerung weit verbreitete positive Besetzung.
Potenz
1.Der Hirsch an sich ist DAS Sinnbild für Potenz. 2.Es heißt, die Potenz des Hirschs lässt sich auf seinen Jäger übertragen, indem er dessen frisches Blut trinkt.

Q

R

Renaissance
Die zyklische Erneuerung des Hirschgeweihs ist ein Symbol für die Wiedergeburt. Retter: Der Hirsch ist der Retter in der Not, da er des Weges kundig ist und dem Bösen widersteht.
Retter
Der Hirsch ist der Retter in der Not, da er des Weges kundig ist und dem Bösen widersteht.
Romantik
Der Hirsch ist in Kunst und Kultur eine romantisch verklärte Gestalt, weil: 1. Während seiner brünftigen Brautschau frisst der Hirsch, vor lauter Liebeskummer, nichts, 2. Man sagt, wenn man dem Hirsch auf einer Lichtung begegnet, sei es das erschütternd- romantischste Erlebnis.
Röhren
Das Röhren des männlichen Hirschs während der Brunftzeit sind die Lockrufe, das Buhlen um die Gunst der geschlechtsreifen Hirschkühe.
Ruhe
Einem Hirschen begegnen zu wollen erfordert äußerste Ruhe und Geduld; seine außerordentliche Sensibilität lässt ihn jede Störung sofort bemerken. Er strahlt mächtige, göttliche Ruhe und Gelassenheit aus.

S

Schlange
Die Schlange ist das Sinnbild für den Teufel, für das Boese an sich. Der Hirsch bekämpft die Schlange und besiegt sie.
Schnelligkeit
Als Symbol für Schnelligkeit taucht der Hirsch immer wieder in der Bibel auf (Habakuk 3.19, Hohesl. 8.14, Mose 469.21, Jesaia 35.6, Psalm 18.43)
Seele
Der Hirsch mit seinem Ruf gilt als die Seele des Täuflings.
Sicherheit
Man befindet sich in der Gegenwart eines Hirschs in Sicherheit, da er einen vor dem Bösen beschützen und sicher zum Ziel bringen kann.
Spiritualität
Der Hirsch ist ein Wesen mit transzendentaler, weiser Macht mit seinem gen Himmel weisenden und empfangenden Geweih. In fast allen Kulturen ist er mit einer spirituellen Bedeutung besetzt: Erneuerung, Wiedergeburt, Licht, Leben, Fruchtbarkeit...
Sofabild
In den 50er Jahren wird der röhrende Hirsch zum kitschigen Heimatmotiv, welches über keinem Sofa der Republik fehlen durfte.
Symbol
Kaum ein Tier ist Symbol für derart viele gute Dinge. Der Hirsch ist in jeder Hinsicht positiv besetzt.

T

Taufsymbolik
Der Hirsch überwindet den Teufel indem er ihn in den Wassern des Lebens ertränkt, was als Reinwaschen von der Erbsünde, als Taufsymbol gilt.
Teufel
Der Teufel (in Gestalt der Schlange) wird vom Hirsch besiegt.
Totenführer
Der Hirsch gilt als das Tier, welches die Seelen der Verstorbenen in die nächste Dimension begleitet und ihnen beisteht, wegkundig und beschützend ist.
Tradition
Da der Hirsch das vom Menschen zuerst dargestellte Tier ist und von den ersten Höhlenmalereien bis heute nicht aus den Kulturen wegzudenken ist, steht er mehr als jedes andere Symbol für Tradition.
Tugend
Als Gegner und Überwinder des Bösen verkörpert der Hirsch die Tugend an sich.

U

Überwinder
Der Hirsch widersteht der Versuchung, er widersteht dem Bösen; er überwindet das Irdische und findet zu göttlicher Weisheit.
Universell
Der Hirsch ist das universelle Bild schlechthin: Er verkörpert eine alles Gute einschließende, Urkraft, die in allem Anwendung findet und Trost spendet.
Urgefühl
Kaum ein Tier vermittelt dieses klare und starke Gefühl von Kraft und menschlich-biologischer Verwurzelung wie der Hirsch.
Urkraft
Der Hirsch steckt voller urgewaltiger spiritueller Kraft, die der Mensch auf sich projiziert.
Ursprung
Die archaische Verwurzelung des Hirschs in der Menschheitsgeschichte vermittelt Ursprünglichkeit.

V

W

Wegkundig
Der Hirsch gilt als wegkundiger Helfer. Er hilft z.B. Karl dem Großen den Weg zu finden, als dieser sich verirrt und weist der Heiligen Ida von Toggenburg, mit 12 Kerzen im Geweih, den Weg ins Kloster.
Weintraube
An Weintrauben knabbernde, sich gegenüberstehende Hirsche sind ein eucharistisches Symbol.
Weißer Hirsch
Hochmittelalterliche Ritter jagen den weißen Hirsch, um nach seinem Erlegen ihre Herzensdame küssen zu dürfen.
Weisheit
1. Der Hirsch erkennt das Boese und ist dazu in der Lage, das Gift (der Schlange) aus der Welt zu schaffen. 2. Der Hirsch steht für Weisheit, weil er wegkundig ist (siehe wegkundig).
Wildheit
Die faszinierende Wildheit, die Unnahbarkeit des Hirsches, lässt diesen so transzendent weit weg erscheinen und wegen seiner Attribute doch so faszinierend nah.
Würde
Kein Tier trägt sein Haupt mit derartigem Stolz und Würde wie der Hirsch.

X

Y

Z

Zeit
Wegen der immer wieder betonten Schnelligkeit des Hirsches zieht dieser auch `den Wagen der Zeit`.
Zeitgeist
Der Hirsch der Jule Baumeister ist der traditionelle Gedanke des Hirschs. Die symbolgewaltige Kraft des Hirsches, hat im Zeitgeist des 21. Jahrhunderts wieder Berechtigung und wird wichtiger ruhender Pol .
Zyklus
Der zyklische Wuchs der Hirschgeweihs wird als das Symbol für das Leben und das Sterben angesehen.
jule baumeister atelier - 0049(0)8927275021 - impressum